Australien Tiere
Die einzigartige Tierwelt Australiens: Kein Grund zur Panik
Die Tierwelt Australiens ist einzigartig und atemberaubend. Als Europäer trifft man auf eine vollkommen ungewohnte und andersartige Tierwelt, die einen zum Staunen bringt, weil sie so wunderschön ist, die aber unter Umständen, vor allem wenn man sich nicht auskennt, auch zur Gefahr werden kann.
Beuteltiere, Reptilien, Amphibien, Vögel, Pinguine, Fische …
Australiens Tierwelt ist so abwechslungsreich und vielfältig, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Mit Sicherheit fallen auch dir zuerst die Kängurus ein, wenn du an Australien denkst. Aber Down Under kannst du noch viele weitere Beuteltiere bestaunen: Wombats, Baumkängurus, Koalas und der Tasmanischer Teufel sind alles Beuteltiere, die auf dem fünften Kontinent heimisch sind. Wenn du Glück hast, siehst du diese Tiere nicht nur in einem der vielen Tierparks sondern vielleicht auch auf einem Ausflug in einem australischen Nationalpark oder sogar im australischen Outback. Es kann aber sein, dass du dafür sehr viel Geduld aufbringen musst, denn die Beuteltiere, vor allem die Koalas, sind eher scheu und verstecken sich gut. Des Weiteren kannst du in Australien sehr viele Echsen bestaunen. Auch Schildkröten (Süßwasser- und Meeresschildkröten) leben auf dem fünften Kontinent. Beinahe 4.500 Arten von Fischen schwimmen in den australischen Gewässern. Ein Highlight sind auch die Pinguine Down Under, die du beispielsweise auf Philip Island, im Bundesstaat Victoria, sehen kannst. Außerdem läuft dir während deines Aufenthaltes in Australien vielleicht ein Australischer Pelikan oder ein Emu über den Weg.
Im Alltagsleben fallen einem Down Under hauptsächlich die vielen Vögel auf.
Vor allem die Lories bezaubern durch ihr Aussehen. Lories können sehr zutraulich sein und betteln gerne auch um etwas zu Fressen. Als Dankeschön kannst du tolle Bilder mit ihnen schießen, denn die bunten Vögel kommen Menschen sehr nahe und fressen auch gerne aus der Hand. Aber auch einen Kakadu wirst du toll finden, wenn du ihn erblickst, obwohl der Weiße Kakadu etwas laut werden kann. Fledermäuse gibt es Down Under in Massen – wenn du in den Parks in die Bäume siehst, kann es sein, dass diese Schwarz sind, da überall Fledermäuse hängen.
Gefährliche und giftige Tiere
Der fünfte Kontinent gilt als die Heimat der giftigen Tiere schlechthin. In Neuseeland würdest du mit Sicherheit keine giftige Schlange und auch keine tödliche Spinne sehen – Down Under kann dir das allerdings passieren. In Australien leben die meisten giftigen Tiere weltweit. Vor allem Schlangen und Spinnen werden hier gefürchtet. Die Rotrückenspinne, die Red-headed Mouse Spider, die Sydney Trichternetzspinne, und die Eastern Mouse Spider sind nur einige der unzähligen giftigen Spinnen, die Down Under vorzufinden sind. Zudem leben in Australien 14 von den 20 giftigsten Schlangen der Welt. Vor diesen Schlangen solltest du dich besonders in Acht nehmen: King Brown Snake, Tiger Snake, Death Adder und der Taipan – nur um einige Namen genannt zu haben. Außerdem leben auch im Meer Schlangen, wie die Kegelschnecke oder die Seewespe. Weitere gefährliche Tiere Australiens sind natürlich Krokodile (Süß- und Salzwasserkrokodile) und Haie, wie der Weiße Hai oder der Tigerhai.
Das ist nur eine geringe Auswahl der vielen giftigen und gefährlichen Tiere auf dem fünften Kontinent. Bevor du nach Australien aufbrichst, solltest du dich ein wenig über diese Tiere, ihr Aussehen und ihr Vorkommen informieren, um für den Fall der Fälle vorbeireitet zu sein. Allerdings gibt es keinen Grund zu Panik: Australien ist zwar das Land der gefährlichen Tiere, aber auch Down Under werden kaum Menschen durch Tiere getötet. In Sydney kann man im Australian Museum lesen, dass die Menschen, die jährlich in Australien durch Spinnen, Schlangen oder sonstige potentiell gefährlichen Tiere getötet werden, an einer Hand abgezählt werden können. Du musst dir deshalb also keine Sorgen machen, allerdings schadet es nicht, über die Tierwelt Australiens Bescheid zu wissen.
Tiere in den eigenen vier Wänden
Leider kannst du Down Under nicht wirklich vermeiden, dass einige Tiere auch in deinen eigenen vier Wänden anzutreffen sind oder dort sogar leben. Kleine Geckos verstecken sich tagsüber gerne im Dunkeln und kommen abends zum Vorschein – diese sind allerdings vollkommen harmlos. Man muss nur aufpassen, dass man sie nicht zertritt. Nicht immer laufen sie an der Decke oder an den Wänden entlang – ab und an huschen sie auch über den Boden. Kakerlaken sind weniger beliebte Tierchen, die sich zuhause einnisten können. Vor allem in nicht so sauberen Bereichen des Hauses, wie beispielsweise in Abflüssen oder in der Nähe von Mülleimern, fühlen sich diese unbeliebten Tierchen wohl. Dagegen hilft nur putzen und ein Antispray, dass die Tiere und deren Nachkommen tötet. Schlangen und Spinnen findet man kaum in den eigenen vier Wänden – zumindest nicht, solange man nicht mitten im Busch lebt. Diese Tiere leben bevorzugt unter Dächern oder in den Hinterhöfen und Gärten der Häuser. Gegen Tiere im Haus helfen „Fliegengitter“ und sonstige Schutzgitter und Netze – generell solltest du die Fenster und Türen nicht lange offen lassen, wenn sich kein Insektenschutz daran befindet.
Es gibt also keinen Grund, sich wegen der unbekannten und zahlreichen Tiere des Kontinents vor dem Aufenthalt in Australien zu fürchten. Im Gegenteil: Du solltest die Gelegenheit nutzen und die australische Tierwelt genauer betrachten. Ob in Tierparks, in Nationalparks, am Strand oder im Outback: Australiens Tierwelt hat viel zu bieten und es wird dir gefallen. Und wenn du die Gelegenheit haben solltest mit einem richtigen Outback-Experten, wie beispielsweise Capricorn Dave aus Rockhampton in Queensland, das Outback und dessen tierische Bewohner aus der Nähe zu erleben, solltest du nicht zögern. Auf der Jagd nach Fröschen, Skorpionen, Spinnen, Schlangen aber auch Kängurus und anderen australischen Tieren kann man nicht nur viel lernen sondern auch eine Menge Spaß haben. Diese Erfahrung, ein kompletter Tag im Outback mit professioneller Begleitung und Insiderwissen, kostet dich zwar einiges, aber sie lohnt sich auch auf jeden Fall.

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